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Konfirmandenarbeit

 

Unser Konfirmandenunterricht hat zwei Ziele. Das Eine ist es, den jungen Menschen zu vermitteln, was es heißt ein Christ zu sein. Deshalb der Unterricht über das Glaubensbekenntnis und Jesus. Es gibt 6 Gemeindepraktika, in denen sie erleben, was es in der Kirchengemeinde gibt. Besonders ist die Übernachtung im Gemeindehaus (Konfinight) mit einem nächtlichem Besuch der Kirche.

Ungewöhnlich ist bei uns die Konfirmandenreise nach England. Die letzten fünf Gruppen haben die Anglikanische Kirche in der Nähe von Cambridge besucht. Die Anglikanische Kirche ist anders, die Traditionen und Gebräuche sind anders. Das kann man nirgendwo so hautnah miterleben als wenn man bei einer englischen Familie einige Tage zu Gast ist und die dortigen Gottesdienste besucht.
Das zweite Ziel unseres Konfirmanden-unterrichts ist das Eingewöhnen in die Traditionen unseres Dorfes und das Kennenlernen der eigenen Kirche mit ihren Gebräuchen.
Die ersten Male Konfir-mandenunterricht finden immer in der Kirche statt. Da steht für viele das Taufbecken in denen sie getauft wurden, oft wurden Großeltern oder Urgroßeltern in der Kirche beigesetzt. Das Erkunden der eigenen Kirche und auch des Friedhofes steht deshalb ganz am Anfang.
In der Einheit - Abschied, Trennung, Tod gehen wir dem nach, was geschieht, wenn ein Mensch stirbt. Hierzu gehört der Glaube an ein Leben nach dem Tod, aber auch die Traditionen, die uns begegnen. Wir fangen an bei dem Gespräch mit dem Bestatter und dem Pastor und gehen dann ganz praktisch die Einzelnen Stationen ab. Es ist gut, wenn man schon mal in der Leichenhalle gewesen ist oder weiß, wo der Sarg in der Kirche steht. Dazu gehört über den Friedhof zu gehen und sich unsere Grabformen anzusehen, von dem einfachen Urnengrab über das Rasengrab bis hin zum klassischen Grab haben wir heute viele Möglichkeiten. Sollte jemand sterben, der einem nahe steht, hilft es, wenn man die Orte kennt und weiss, was geschehen wird. Der Unterricht findet Dienstags alle zwei Wochen statt.

Wir konfirmieren Kinder, die in der 9. Klasse sind. Das heißt, in der 7. Klasse meldet man sich vor den Sommerferien an. Ausnahmen gibt es für diejenigen, die eine Klasse wiederholt haben und deshalb erst in der 6. Klasse sind. Diejenigen könnten in ihrem alten Klassenverband konfirmiert werden.
Konsequent in der neunten Klasse zu konfirmieren macht in zwei Richtungen Sinn: Zum Ersten wird mit der Konfirmation auch der Einstieg in die Erwachsenenwelt gefeiert. Das gehört mit dem Ende der Schulpflicht an das Ende der 9. Klasse. Zum Zweiten ist damit die Altersstruktur der Gruppe einheitlich, was den Unterricht für alle Teilnehmenden einfacher macht.