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das Freispiel

Einen hohen Wert messen wir dem Freispiel der Kinder bei. Das Freispiel im ganzen Haus und auf dem Außengelände spielt eine große Rolle bei der Erziehung zur Selbstständigkeit. Die Kinder lernen Absprachen zu treffen und Regeln einzuhalten. Beim Freispiel wählt das Kind aus verschiedenen Angeboten aus, führt die gewählte Tätigkeit durch, bis hin zum Wegräumen der Materialien.

 

Es erlernt dadurch Planungsverhalten und Selbstverantwortung. Die Kinder bestimmen womit, mit wem und wie lange sie spielen und sich beschäftigen möchten. Es ermöglicht ihnen ein ruhiges und konzentriertes Spielen. Sie brauchen Zeit und Raum, um Dinge erfassen, ausprobieren, Fehler machen und sich korrigieren zu können.

 

Ein Kind, das frei entscheiden kann, wird selbstständig und selbstbewusst, es fühlt sich verstanden und anerkannt. Die Fachkräfte geben den Kindern entsprechend Zeit und Raum und sind da, wo es nötig ist, individuell zu unterstützen, um den Kindern ihre eigenen Lernwege und ihr eigenes Lerntempo zu lassen.

 

Den Kindern steht während der Freispielphase der gesamte Kindergarten mit seinen Gruppenräumen, Nebenräumen
und Fluren zur Verfügung. Somit können die Kinder frei entscheiden, wo, mit welchen Spielmaterialien und mit wem sie spielen möchten. Damit die Kinderzahl der Raumgröße und dem Spielwert entspricht, werden Absprachen und Regeln mit den Kindern getroffen.

 

Um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, haben drei Kinder jeder Gruppe während der Freispielphasen auch die Möglichkeit, sich auf dem Außengelände im Sichtfeld der Gruppenräume ohne Erzieherinnen zu bewegen. Da
wir bei jedem Wetter draußen spielen, ist es wichtig, dass die Kinder praktische, wettergerechte Kleidung tragen. Dies ist auch für das Spielen an der Matsch- und Wasseranlage notwendig.

 

Wir finden Anregung in der Montessori-Pädagogik. Maria Montessori (1870 - 1952) war Naturwissenschaftlerin, Ärztin, Pädagogin und Mutter. Die Pädagogin Maria Montessori orientiert sich unmittelbar am Kind und berücksichtigt konsequent seine Bedürfnisse.

 

Zu der Pädagogik gehört:

  • Dem spontanen Lernwillen des Kindes Raum und Zeit geben.
  • Dem unermüdlichen Bestätigungsdrang des Kindes in der „Vorbereiteten Umgebung“ altersgemäße Aufgaben zur Verfügung stellen.
  • Dem Kind ein Helfer sein, in dem Sinne, wie ein Kind es formulierte: „Hilf mir, es selbst zu tun“.